Slingtraining: in den Seilen hängen und bewegen

Das Training mit den Schlingen ist für jedes Alter geeignet

Mobilisation, Stabilisation und Kräftigung des gesamten Bewegungsapparates

Übersicht zum Sling-Training
  • Training der gelenksstabilisierenden kleinen Muskeln (lokale Stabilisation)
  • Training der gelenksbewegenden großen Muskeln (globale Stabilisation)
  • im Leistungssport, Fitnessbereich oder in der REHA
  • individuelle Belastung durch den Trainierenden
  • mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten
  • Schulung und Training der Sensomotorik (Koordination)
  • für alle Altersgruppen
Das Slingtraining im Vitalkonzept
Das Slingtraining im Vitalkonzept ist eine Kombination aus Mobilisation, Stabilisation und Kräftigung der gesamten Wirbelsäule bzw. des gesamten Bewegungsapparates

Der Schwerpunkt in diesem Konzept ist das Erkennen und die Beseitigung einer Fehl- bzw. Dysfunktion der Brustwirbelsäule (BWS). Sie ist in vielen Fällen der Auslöser für Probleme in der Lendenwirbelsäule (LWS) bzw. Halswirbelsäule (HWS) und dem Schultergürtel.

Bewegung ist Leben… und Leben heißt… sich bewegen. Das aktive Slingtraining mit seinem ganzheitliche Konzept hat das Ziel Defizite in der gelenksstabilisierenden Muskulatur zu erkennen und zu beseitigen. Es ist eine Trainingsform bei der die kleinen wirbelsäulen- und gelenk-stabilisierenden Muskeln durch geeignete und angepasste Übungen trainiert werden. Es wird überwiegend in der geschlossenen motorischen Kette gearbeitet und ist gerade in der Anbahnungsphase eines Trainingszykluses vor allem durch neuromuskuläre bzw. intermuskuläre Trainingseffekte und Anpassungsvorgänge gekennzeichnet. Hier werden die Grundlage der Körperstabilität für das spätere Aufbautraining gelegt.

In den meisten Fitness-Studios werden hauptsächlich die großen Muskelgruppen (globalen Mukeln) trainiert. Sie verbessern zwar die Muskelkraft, jedoch nicht die adäquate Muskelsteuerung. Diese ist jedoch für eine optimale Stabilisierung des Gelenkes von wichtiger Bedeutung.

Diese kleinen, gelenkstabilisierenden Muskeln lassen sich mit keiner anderen Trainingsform ansteuern bzw. trainieren. Werden diese lokalenen Stabilisatoren in einen guten Trainingszustand gebracht und gehalten, so besteht eine größere Möglichkeit, langanhaltend von Gelenks- und Muskelschmerzen befreit zu werden. Je nach Übung wird u.a. der Punkt gesucht, wo die Seile (Körper) zu vibrieren beginnen. In dieser Position die Körpereinstellung bis zu 30 Sekunden halten.

Es kommen Schlingen zum Einsatz, die von der Decke hängen. Durch die verschiedenen Ausgangstellungen bzw. die Veränderung der Schlingenanlage (Kraft- und Lastarm) wird der Schwierigkeitsgrad der Übungen festgelegt. Es wird ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert.

Die hohe Beweglichkeit der Schlingen (Schwingungen) und die sehr individuelle Schlaufeneinstellungen ermöglichen es, dass die Übungen zur Mobilisation, zur Muskelkräftigung (lokale Stabilisatoren) und zur Koordination (Sensomotorik) verwendet werden können. Das Slingtraining wird nicht nur im Bereich des „Fitnesstrainings“ durchgeführt, sondern eignet sich auch zur Behandlung von chronischen Beschwerdebildern mit orthopädischen und neurologischen Aussagen. Hier sind jedoch genaue Kenntnisse in der Physiologie und Trainingstherapie zur optimalen Eintellung der einzelnen Übungen für den Trainierenden (Patient) notwendig.