Unser Vitalkonzept: Bewegung ist Leben

und Leben heißt sich bewegen

Was ist das Vitalkonzept?

Bewegung ist Leben… und Leben heißt… sich bewegen. In dem Begriff „Fitness“ steckt für viele der Wunsch nach Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und bessere Gewichtskontrolle. Es entsteht die persönliche, zwingende Aufforderung aktiv zu werden. Viele haben die Vorstellung und das Ziel, all diese Eigenschaften möglichst schnell zu erreichen oder zu verbessern. Das Angebot für körperliche und sportliche Betätigung in der Freizeit (Fitness) ist immer noch ungebrochen groß und vielseitig. Der Markt bringt ja auch ständig neue Trends. In Verbindung mit der Mikrochip-Technik werden Trainingsgeräte auf den Markt gebracht, die alles genau dokumentieren und analysieren. Es werden ganze Trainingspläne anhand eingegebener Vitalparameter erstellt und Seitenweise ausgedruckt.

Dass man mit weniger Aufwand (ohne Mikrochip-Technik) stellenweise viel effizienter und kostengünstiger den Bewegungsapparat und das neurophysiologische System trainieren kann, möchte ich mit dem Vitalkonzept zeigen. Ich selbst habe neben meinen beruflich- fachlichen Kenntnissen als Physiotherapeut auch 25 Jahre Leistungssport betrieben. Ohne intensives Krafttraining über all die Jahre hätte ich den Sport nicht optimal und erfolgreich durchführen können. Auch ich war von Verletzungen durch den Sport nicht geschützt und musste immer wieder einmal einige Wochen pausieren.

Um ein sinnvolles Fitnessprogramm durchführen zu können, ist eine exakte und genaue Funktionsanalyse des Bewegungsapparates und die daraus resultierende Trainingsplanerstellung von entscheidender Bedeutung. Weiterhin ist es wichtig, Trainingsmethoden- und Techniken zu erlernen, die man überall und jederzeit im Alltag ohne großen Aufwand praktizieren kann.

Denn nur richtiges und dem Körpertyp entsprechend geeignetes Training, sowie die regelmäßige Durchführung, ist eine entscheidende Voraussetzung für einen gut funktionierenden Bewegungsapparat und die damit verbundene Schmerzfreiheit!

Wer den ersten Schritt zur Vorbeugung (Prävention) unternimmt, braucht in vielen Fällen nicht den zweiten Schritt zum Arzt! Das Vitalkonzept ist eine Kombination aus Mobilisation, sowie Stabilisation und Kräftigung der gesamten Wirbelsäule bzw. des gesamten Bewegungsapparates. Der Schwerpunkt in diesem Konzept und in vielen Fällen auch Auslöser für viele Probleme in der Lendenwirbelsäule (LWS) bzw. Halswirbelsäule (HWS) und Schultergürtel ist eine Fehl- bzw. Dysfunktion der Brustwirbelsäule (BWS).

Schritt 1

Funktionsüberprüfung der gesamten Wirbelsäule

Jeder Wirbelsäulenabschnitt (HWS, BWS, LWS) wird isoliert in seiner Funktion und Bewegung überprüft, ebenso wie der Schultergürtel und das Schultergelenk selbst. Das gesamte Erscheinungsbild der Wirbelsäule einschließlich des Schultergürtels und der Hüfte wird in seiner statischen Darstellung bewertet. Die Muskulatur bzw. die Muskelspannung in den einzelnen Etagen gibt Aufschluss auf bereits lang anhaltende Fehlfunktionen.

Schritt 2

Mobilisationstechniken

Die Mobilisation der Brustwirbelsäule steht im Vordergrund. Es ist dabei zwingend notwendig, die Lendenwirbelsäule zu stabilisieren (sichern) wenn die Drehung (Rotation) und Aufrichtung (Extension) der BWS beübt wird. Die Mobilisation der ersten drei Brustwirbelkörper (BWK1-3) ist genauso von Wichtigkeit, da ihre Funktion der Bewegung der Halswirbelsäule zugeordnet wird. Bei einer Störung bzw. Fehlfunktion kann der Kopf nicht optimal oder nur unter Schmerzen bewegt werden. Es entsteht oft das Beschwerdebild eines sog. „HWS-Syndroms“, obwohl dies nicht vorliegt. Oder man hat ein klinisches HWS-Problem (z.B. Bandscheibenschaden) weil seit langer Zeit (evtl. Jahre) eine Störung im oberen Brustwirbelsäulenbereich vorliegt und dadurch der Gelenksverschleiß und die Bandscheiben zu stark abgenützt wurden.

Schritt 3

Stabilisationstechniken

Die Stabilisation der Lendenwirbelsäule ist im Alltag und in der Trainingstherapie eines der wichtigsten Maßnahmen überhaupt, damit man die Funktionseinheiten und die Bandscheiben in diesem Bereich nicht zu starken Belastungen aussetzt. Das Schultergelenk ist zu ca. 80% weichteilgeführt und deshalb sind es auch überwiegend die Muskeln, Sehnen, Bänder oder die Gelenkskapsel, die hier ein Problem verursachen. Oberarmkugel und Gelenkspfanne sind bei der Bewegungsausführung oft nicht kongruent. Die Schulterstatik muss durch geeignete Übungen korrigiert werden, damit der Raum unter dem Schulterdach sich vergrößert und die Gelenkspartner sich in normaler Opposition begeben.

Schritt 4

Muskelfunktionstraining mit geeigneten Therapie- und Trainingsgeräten

Spezielle, muskelkräftigende Übungsbeispiel sind als letztes Glied in der Vital-Konzept Kette unbedingt erforderlich. Diese sollen aber erst dann eingesetzt und durchgeführt werden, wenn die Schritte 1-3 durchgeführt wurden. Ein Muskel lebt von der neuromuskulären Information aus dem Gelenk, was er bewegen soll. Ist eine Gelenksfunktionsstörung vorhanden, kann der Muskel nicht optimal arbeiten. Die Aussage: „Du musst deine Rückenmuskulatur trainieren“ ist nur dann richtig, wenn keine Funktionsstörungen in den einzelnen Wirbelsäulenetagen vorliegen. Dies ist leider sehr selten der Fall. Auch hier gibt es eine biologische Gesetzmäßigkeit, die eingehalten werden muss, um einen Erfolg zu erzielen.

Beim Hausbau fängt man mit dem Keller an und nicht im 1.Stock.